Montag, 2. Februar 2009

Stars in Manila!

Ach ja, und am vorletzten Samstag ham wir eine WG-Party gefeiert. Motto: And the Oscar goes to....

DAS war ein Starauflauf! Wer ein paar Fotos sehen will, kann auf Johannas Blog schaun, der Link steht rechts unten auf meinem Blog!

Chinese New Year!

Es ist zwar mitlerweile schon eine Woche her, aber ich will euch trotzdem noch vom letzten Montag ein paar Fotos zeigen. Da war nach chinesischem Kalender New Year, am Tag davor, also am Sonntag, war Chinese Christmas.
Daher sind wir am Montag nach Chinatown gefahren, um beim Neu-Jahr-Feiern zuzuschaun...

"Kleinere" Drachen tanzen vor jedem Laden in Chinatown; mit eigener kleiner "Kapelle", tanzen sie in die Läden rein; wahrscheinlich bringts Glück



Und hier auch ein Video von so nem Tanz




So waren die Straßen geschmückt...



Gleich am Anfang wurden wir von diesem Dragon-Dance begrüßt



"Er" war auch da



Und zum Schluss noch ein Suchbild: OHNE NACH UNTEN ZU SCROLLEN!! Was ist auf diesem Bild zu sehen?!?!






















RICHTIG!!! Bunt gefärbte Hühnerküken! Was sonst?!

Freitag, 16. Januar 2009

Ein ganz "normales" Frühstück...

Drei Filipinas (unsere Buddies) sind heut morgen vorbeigekommen, um mit uns zu frühstücken.
Um 10Uhr waren wir verabredet, und pünklich um 10:45Uhr, also Filipino-Time für 10Uhr, waren sie auch schon da. Wobei das tatsächlich normal ist, niemand erwartet Filipinos um 10, wenn man um 10 verabredet ist.
Tjaaaa, und bei diesem Frühstück haben wir mal wieder die Gelegenheit gehabt einen Einblick zu bekommen in die Welt der Ateneans (oder in die Welt von einigen Ateneans) zu bekommen:

Eins der Mädels hatte in dieser Woche ein tolles Erlebenis! Sie war in einem Schlachthof, und durfte zuschauen, wie die Schweine geschlachtet werden. Das war ja SO toll! Als erstes wurde ihnen mit einem Eisending auf den Kopf geschlagen, wonach die Schweine nur noch taumelnt weiterliefen. "That was SO cute!!" Danach wurde dann die Kehle aufgeschnitten.
Hmm, ok. 4 Deutsche schauen sie etwas irritiert an. Aber auch nach unseren Nachfragen, ob sie wirklich "cute" für ein in dieser Situation angemessenes Wort hält, blieb sie dabei. Mario hat dann vorgeschlagen, dass cute vielleicht noch andere Bedeutungen außer "süß" hat, aber ich hab noch mal nachgeschaut, es bedeutet: schnuckelig, süß, niedlich, dufte, reizend, prima, goldig...
So viel zum Verhältnis zu Tieren.

Eins der Lieblings-Themen der Mädels neben Shopping sind natürlich Jungs! Aber: also mit dunklen Filipinos, würden SIE ja NIE was anfangen!! Ob es denn unser Ernst sei, dass uns die Abstufungen der Hautfarben der Filipinos nicht auffallen würde. Wie hässlich doch viele wären, weil sie so dunkel sind! Also nein! So etwas kann man doch nicht gut finden.
Und Afrikaner! Ha, uns kann doch wohl nicht egal sein, wenn Menschen schwarz sind. Also als der Vater von einem der Mädels mal vor einem Afrikaner stand, hat er spontan laut "Ihhh!" gerufen. Na, ist das nicht lustig?!? Die Tatsache, dass wir Deutschen keine Abneigung zeigen würden, das wäre ja nicht ehrlich! Und dass wir so erzogen werden, dass uns Hautfarbe egal sein soll, stößt auf vollkommenes Unverständnis.

Die Tatsache allerdings, dass die Mutter von einem der Mädels mit GPS ihr Handy ortet, um zu kontrollieren, wo sie sich zu jeder Zeit befindet, findet sie zwar nervig und blöd, aber das ist jetzt nix, worüber sie sich aufregt. Eine Bekannte von Ihnen hatte über längere Zeit hinweg einen Bodyguard, der sie überall hin verfolgt hat, ohne dass sie es wusste. Der war von ihrer Mutter beauftragt. Auch das - zwar etwas blöd, aber jetzt nichts, worum man großes Tam Tam machen müsste.

Ach ja, die erste Zigaretten hat eine von Ihnen mit 13 von ihrem Vater geschenkt bekommen, weil dieser im Zigaretten-Business ist, und die andere hat von ihren Eltern auch im selben Alter gelernt, wie man raucht.

Na und das Frühstück haben die Madels mitgebracht. Es gab Kuchen, süße Brötchen, Eis, süßen Star-Apple, Cracker, Schoko-Aufstrich, Sprühsahne, Erdbeeren und Käse. Hmmmm, gesund ;)

Eine Lösung für unser Katzen-Problem (sie leben von unserem Müll und stinken ziemlich) haben sie auch: "Tretet sie einfach immer! Dann kommen sie irgendwann nicht mehr zurück!"

Tja, und das war nur EIN Morgen!

Beim Durchlesen von all diesen Anekdötchen fällt mir auf, dass ihr nun alle bestimmt schelcht von diesen drei Mädels denken werdet. Aber das wollte ich mit dem Eintrag nicht bezwecken. Schließlich treffen wir uns ja auch mit ihnen. Der Eintrag soll nur mal einen winzigen Einblick geben in die Welt einiger Ateneans (also der Studenten an meiner Uni), sicherlich nicht aller (!!), in die sie hineingeboren werden; so werden sie sozialisiert, das gibt Ihnen ihre reiche philippinische Umgebung mit...

Montag, 5. Januar 2009

Oh wie schön ist Palawan!

Ja, oh wie schön ist Palawan beschreibt die Provinz in der wir die letzten 12 Tage verbracht haben sehr gut, wenn auch nicht gut genug.
Nur 1,5 Std von Manila entfernt liegt mein nun Favorite-Place der Philippinen! Diese Insel ist einfach nur grün, grün, grün, grün in der Mitte, und außenherum sind Trauminseln mit wunderschönem Strand, Klippen und Meer.
In den 12 Tagen haben wir natürlich schon wieder so viel erlebt, dass ich euch langweilen würde, wenn ich alles schreibe, aber ein paar Ausschnitte, die Highlight sozusagen, bekommt ihr...

Aaaalso, nachdem wir einen Tag in der Hauptstadt Porto Princessa und mehere Tage in Sabang verbracht haben, haben wir uns auf den Weg in den Norden nach El Nido gemacht, wo wir auch Silvester feiern wollten.
Die Fähre dorthin war uns zu teuer, deshalb wollten wir Jeepney oder Bus fahren. Als all die Philippinos gelacht haben, als wir meinten, dass wir mit dem Bus fahren wollen, haben wir uns dabei nicht viel gedacht und einfach nicht geglaubt, dass die Fahrt tatsächlich 11 Stunden dauern soll.
Na ja, haben uns also auf den Weg gemacht. Als der Bus ankam, war er schon VÖLLIG überfüllt, wie wohl alle Verkehrsmittel auf Palawan, wie wir jetzt wissen. D.h. ohne große Diskussion wurden wir mit unserem Gepäck direkt aufs Dach vom Bus verfrachtet, auf dem wir es uns dann für die nächsten 9 (!!) Stunden "gemütlich" machen konnten. Zum Glück waren auf dem Dach Planen und Reissäcke, sodass es nicht so unbequem war, wie wir dachten. Und die Landschaft, die wir 9 Stunden sehen durften hat für jegliche Unbequemlichkeit entschädigt. 9 Stunden lang nur Wald und grün um uns herum mit ein paar Häusern zwischendurch. Keine Städte, kein Smog, nur grün und schön. Allerdings auch etwas abenteuerlich. Immer wenn die Oberleitungen zu tief hingen, mussten wir uns schnell hinlegen (zum Glück war ein Bus-Typ mit auf dem Bus, der dann immer geschrien hat), und im Dunkeln warn die Leitungen nicht mehr wirklich gut zu sehen...
Aber irgendwie wars auch Fun auf dem Bus zu hocken :o)











El Nido ist ein Küstenort eher nördlich in Palawan. Als wir dort mit unserem Bus ankamen, ging grade die Sonne unter... Traumhaft. Riesige Felsen stehen dort im Meer und die Sicht vom Strand aus übers Meer zu den Felsen wenn die Sonne strahlt oder wenn sie grade untergeht ist sooo schön!
Dort haben wir uns dann zu kleinen Inselchen drumherum bringen lassen, und wenn man Glück hatte, war man auf der Insel auch allein und hat die ersten Fußspuren in den Sand gesetzt...



Uuuund, seit El Nido "kann" ich jetzt auch ein halbautomatisches Motorrad fahren! Yeiii! Das ware ein Spaß! Wir konnten wegen der schlechten Straßen nicht schneller als 30 fahren, aber es hat total Spaß gemacht! Wir sind auf der Insel ein Ründchen gefahren, wofür wir den ganzen Tag gebraucht haben, und konnten so nochmal die schöne Landschaft genießen und halt Motorrad fahren :)

Von El Nido aus haben wir uns auf den Weg nach Coron gemacht. Diese Insel liegt ganz im Norden von Palawan und wir wollten mit der Fähre rüber. Ich hab mich also am Morgen auf den Weg gemacht, um 8 Uhr sollten wir starten. Ich war schon gegen 20nach7 da, weil i noch frühstücken wollte, bin dann aber doch schon zum Boot gegangen, weils von weitem so aussah, als säßen schon viele Leute drauf. Joa, als ich dann dort war hieß es nur "was? 8Uhr? nein, das ist falsch, wir fahren jetzt!" Okay, dachte ich, Glück gehabt, denn auf meinem Ticket stand tatsächlich 8Uhr. Auf dem Ticket der anderen Passagiere stand 6, d.h. die saßen schon 2 Stunden dort. Okay, abgelegt, los gings. Nach ca. 15 Min Fahrt klingelte das Handy von einem Crewmitglied. "Da sind noch Passagiere am Pier." Gut, dann warten wir eben, bis die mit einem anderen Boot zu unserem Boot gebracht werden, und die Fahrt ging viertel nach 8 wirklich los. Auf deren Ticket stand 9. Eine Fähre, 3 Uhrzeiten?! Aber darüber wundern sich die Filipinos nicht...
Nach ca. 30Min fiel der Motor zum erstem mal aus, nach noch einer Stunde zum 2. mal und nach ca. 3 Stunden fiel er wieder aus. Beim dritten mal haben die Filipinos 1,5 Std versucht ihn zu reparieren, dann in El Nido angerufen, und "schon" nach weiteren 2,5 Stunden war eine Ersatzbatterie da. Nebenbei war das Wetter eher schlecht, d.h. Wind und relativ hohe Wellen, das Boot klein und ich seekrank. Schön.
Und als wir nach 15 Stunden Fahrt (statt 8) in Coron ankamen, war ich total erledigt, einfach weil seekrank und daher anstrengend. Ach ja, beim Einfahren in den Hafen haben wir noch ein kleines Boot gerammt, weil unser Boot halt kein Licht hatte, und sie das eben mal übersehen haben.
Wir sagen bei so nen Sachen nur noch: WELCOME TO THE PHILIPPINES!! So ist das hier eben.
In Coron hab ich am nächsten Tag einen Deutschen getroffen, der 28 (!!) Stunden gebraucht hat. Bei ihm ist auch der Motor ausgefallen, und wegen Taifun-Warnung mussten sie noch auf ner kleinen Insel zwischenstoppen. Da war ich mit meinen 15 sozusagen noch gut dran.
Und Thies, Johanna u Christl kamen noch nen Tag später nach nach Coron. Ihr Schiff sollte Abends in El Nido ablegen. Erst war es gar nicht da, dann kam es an; vollbeladen wohlgemerkt. Das Abladen sollte bis zum nächsten Morgen daueren. Zwischendurch sollte ihr Schiff dann gar nicht fahren wegen Taifun-Warnung, letztendlich sind sie morgens losgefahren und kamen Abends in Coron an.
Resümierend würde ich also jedem davon abraten diesen Weg nach Coron zu nehmen. Die Motoren scheinen ja fast immer kaputt zu sein und dass die Schiffe trotz Wetter-Warnungen losfahren ist auch kein spaßiges Abenteuer mehr!!

Na ja, Coron selber war kein schöner Ort, aber ich wollte gern hin, weil man dort Wrack-Tauchen kann. Im II. Weltkrieg sind dort mehrere japanische Kriegsschiffe von den Amerikanern versenkt worden, in die man jetzt reintauchen kann. Das hab ich dann auch gemacht :) War mal was ganz anderes. Interessant, aber leider sehr dunkel. Und ich weiß nicht so ganz, wie die anderen erkannt haben, dass wir im Maschinen-Raum oder auf der Brücke waren. Na ja, war trotzdem nen cooles Erlebnis.
Beim 2.Tauchgang waren wir im Baracuda-Lake. Darin sind unten heiße Quellen, und das war echt nen total cooler Tauchgang. Ohne Wetsuit, nur im Bikini, weil so warm! Es war wie in der Sauna! Es haben sich nämlich in dem See Schichten gebildet. Heiße, sehr salzhaltige Schichten überm Boden, und kalte mehr süßwasserhaltige Schichten darüber. D.h. wenn man in der heißen Schicht war konnte man seine Hand hochstrecken, die dann eiskalt war. Teilweise sah man sogar die "Grenze" zwischen den Schichten!

Ohhh, jetzt hab ich doch so viel geschrieben. Ein Album werd ich auch noch hochladen. Vielleicht heute, mal sehen... erst mal Hausaufgaben. hmpf.

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Frohe Weihnachten!

Ihr lieben Daheimgebliebenen...

wir wünschen Euch allen frohe Weihnachten und entspannte und schöne Feiertage!

Wir haben unser Christmas-Dinner schon gegessen. hmmm... mal wieder Käse seit Ewigkeiten, Mousse au chocolat (für den Eischnee mussten 4 Leute abwechselnd eine halbe Stunde mit einer Gabel schlagen, weil kein Mixer), und ganz viel anderes Zeug. Die meisten von Euch essen bestimmt grade. Wir denken auf jeden Fall ganz viel an Euch und vermissen Euch und deutsche Weihnachten!

Und hier ein paar Fotos von unsrem Weihnachtsabend:



Unsere Wg mit dem ganzen Besuch...



Die Wg-Mädels



Und unser schöner Christmastree

Dienstag, 23. Dezember 2008

Hundret Islands und Banaue

So, nach längerem, und kurz vor Weihnachten, kommt noch mal ein Bericht über die letzten Wochen:

Am 9. ist Tom nach Manila gekommen, und am Wochenende danach haben wir uns auf den Weg zum "Hundret Islands National Park" gemacht. Wie der Name schon sagt, besteht dieser National Park aus vieln kleinen Inseln (nämlich um die 100 :)) und ist nur 4 Stunden von Manila entfernt. Dort haben wir uns auf eine der drei Inseln auf denen man übernachten darf, aussetzen lassen mit Essen für zweieinhalb Tage, einem Zelt, Schnorchel-Ausrüstung und 2 riesen Wasserkanistern.
Tjoa, und eigentlich ham wir dort nicht viel gemacht, ausßer am Strand liegen, ein bisserl spazieren gehen (die Insel war sehr winzig) und schnorcheln. Und am zweiten Tag haben wir uns von einem Filipino mit seinem Bötchen zu einigen Inseln fahren lassen, wo wir Muscheln sammeln und Höhlen anschauen konnten.





Unsre komfortable Unterkunft:



Und weil der Tom grade da ist (muss mich grade mal rechtfertigen für das viele unterwegs sein), sind wir letztes Wochenende nach Banaue gefahren. Dort gibt es außergewöhnliche Landschaft, nämlich unglaublich viele, vor 2000 Jahren gebaute Reisterassen. Leider ist der Reis grade nicht in seiner Blüte (oder wie auch immer man das bei Reis nennt), weshalb die Terassen gerade nicht Postkarten-grün sind, sondern braun. Nichtsdestotrotz wars toll diese Landschaft zu sehen. Unglaublich, wie viele Reisterassen es dort gibt, wie hoch sie in den Berg gebaut sind und wie alt diese Terassen sind.





Das Wochenende war mit sehr sehr vielen anstrengenden Wanderungen verbunden.
Von Banaue sind wir am ersten Tag nach Batad, ein Dörfchen, von dem aus die Reisterassen zu sehen sind, gelaufen. In dem Dorf haben wir bei Rita geschlafen, dort haben wir den etwas verrückten Romeo kennengelernt. Uns war total kalt, denn Batad liegt in den Bergen und nachts wirds richtig kalt, währen er dort im T-shirt saß. Aber ihm ist nicht kalt, den Mr. Cold ist sein Freund, und jemand der sein Freund ist, kann keine negative Wirkung haben, weshalb er nicht friert. Mit ihm wars sehr lustig und interessant, und er hat uns für den Abend ganz gut entertaint :



Nachmittags fragte uns die Tochter von Romeo, ob wir für Abends ein Huhn haben wollten, denn dann würden sie eins für uns schlachten. Da war ich natürlcih begeistert (glückliches Huhn und so), wir konnten uns sogar eins von den Rumlaufenden aussuchen :) Haben wir auch gemacht, und uns Abends auf unser Hühnchen gefreut. Tja, was wir leider nicht bedacht hatten ist, dass einige Filipinos vom Hühnchen ALLES essen. D.h. wir haben einen Teller mit Hühnchen bekommen. Allem vom Hühnchen. Einfach kleingehackt. Tja und das war für unsere westeuropäischen Mägen dann doch too much. Unsere Augen wurden immer größer und größer, als wir immer mehr Dinge auf dem Teller entdeckten. Fleisch vom Knochen runternagen, ok. Aber Herz, Kopf(!!), Füße (!!), Darm(!!) und Magen, das war dann doch zu viel und leider wurde einigen von uns sogar der Appetit verdorben. War sehr schade, vor allem weil wir das "gute" Essen zurückgehen lassen mussten, und wir nachher erfahren haben, dass sieselber nur 2 mal im Monat Fleisch essen. Tat uns leid, aber auch deshalb kann ich keine Hühnerkralle abnagen.

v.l.: Carina, Kopf, Darm, Katha, Kralle

Am zweiten Tag gings los zum nächsten Dorf. Der Weg war unglaublich anstrengend. Zwischen Bergen ging es immer hoch und runter und die Stufen, die in den Berg geschlagen haben waren total hoch, sodass das laufen einfach hart war.
Aber grade weils so anstrenged war, waren wir stolz, als wir in Cambulo ankamen. In diesem Dorf schlafen nicht besonders oft Touris, weshalb es nur Reis mit Gemüse gab, aber für drei Malzeiten, war das okay. Leider haben die Leute in diesem Dorf nur noch wenige Hütten aus Holz gebaut, und größtenteils Wellblech verwendet, was das Dorf eher ungemütlich und wenig urig machte. Aber nett wars trotzdem, denn morgens sangen die Männer aus dem Dorf, Abends spielte unser Guide Gitarre und wir konnten noch einen schönen "Spaziergang" (anstrengende Wanderung bergauf) durch die hier grüneren Reisterassen machen.

So sahen die Hütten früher aus, von denen gibts leider nur noch wenige...



So sehen die Hütten heute aus...



Und hier noch mal die Reisterassen:



Am dritten Tag sind wir zurück nach Banaue, wobei wir zuerst vier Stunde zurück zur Straße wandern mussten, was mit Muskelkater von den letzten zwei Tagen echt anstrengend (mann, hab ich das Wort in diesem Eintrag oft gebraucht) war. Danach gings mitm Bus nach Banaue, wo wir noch ausgiebig Souvenirs geshoppt haben und über nacht mit dem Bus nach Manila, den der "nette" Busfahrer auf gefühlte 5° runtergekühlt hat.

Und hier noch ein paar Fotos...

Unser Wochenend-Grüppchen:

v.l.: Carina, Katha, Tom, Mario, Sabine, Marc, Thies und Romeo (Thies, Marc und Tom mit "modischen" Batad-Mützen)

Mann in Reisterasse



Also Outfit-technisch macht mir hier keiner was vor :o)


Romeo an seiner Feuerstelle neben dem Haus


Häuser in der Nähe von Banaue



bäääääääääääääähh :)


Und einen Wasserfall gabs...


Mario in gewohnter Pose bei einem der 5000 Fotos, die er am Wochenende gemacht hat *g*

Sonntag, 7. Dezember 2008

Gastfreundlichkeit, leckeres Essen und keine ärztliche Versorgung

Heute Abend warn Johanna, Carina und ich bei Carinas Buddy Sheree eingeladen. Zum 20. Geburtstag zum Essen.
Auf dem Hinweg standen wir mit unserm Taxi mal wieder im Stau. Unser Fahrer meinte, "Oh, there was an accident". Und als wir dann tatsächlich an der Unfallstelle vorbeikamen, lag dort jemand auf der Straße. Unser Taxifahrer: "Look, he's dead." Keine Polizei, keine Ambulanz, nichts. Nur ein paar Leute stehen da.
Und wir sitzen in unserem Taxi, in unseren netten Kleidchen, schauen raus, und können nur schauen, während wir auf dem Weg sind in die Subdivision, in das große Haus mit den kichernden Mädchen und dem leckeren Essen. Strange, aber das ist Manila; hier gibts keine Ambulanz für Menschen, die kein Geld haben und selbst im Krankenhaus werden die Leute mit schweren Verletzungen nicht immer behandelt, wenn sie kein Geld dabei haben. Das ist Manila und man muss seine Gedanken wieder auf andere Dinge lenken, auch wenn die Dinge traurig und schlimm sind, die uns hier täglich auf der Straße begegnen.

Also werd ich das jetzt hier auch in meinem Eintrag so machen:

Denn 10 Minuten später waren wir dann bei Sheree. Großes, schönes Haus und soooo viel Essen. Sie studiert an derselben Uni wie wir, und ist dementsprechend eher aus der upper-class hier. Vier Angestellte wuselten die ganze Zeit um uns herum. Und das 20-jährige Mädchen drückte zwischendurch ab und zu mal auf den kleinen Knopf auf dem Tisch und dann kommt eine der Angestellten, um noch mehr Essen zu bringen, Fotos von uns zu machen, oder Wasser einzugießen. Weird!!
Aber das Essen heut Abend war mal sooo lecker. Die Köchin hat ganze Arbeit geleistet, es gab Kartoffelpüree und Tomatensalat mit Käse und Spinatcreme --> vegetarisches Essen, ich war sooo happy. Und nach Ewigkeiten mal wieder Rotwein. Dann noch Nachtisch, voller Fett und Zucker... lecker! Die Filipinos machen einfach zu leckere Süßigkeiten! Und von allem Haufenweise und die Hälfte blieb über. Aber das ist immer so, wenn man bei Filipinos zum Essen ist.
Als wir uns nur noch kugeln konnten und genug Fotos von uns gemacht hatten, hat uns dann der Fahrer (Nein, es ist ja unglaublich, dass wir darüber nachdenken mit dem Taxi zu fahren... tz tz tz) im Jeep nach Hause gefahren.
War echt nen netter Abend mit den 3 Mädels, haben ganz viel über die Unterschiedlichkeit zwischen Philippinen und Deutschland geredet, und es gibt sooo viel Unterschiede! Ein kleiner Unterschied, aber doch irgendwie groß ist, dass man hier ruhig zu seinen Freunden oder auch Fremden sagen kann: "You're fat!" Wir haben den Mädels versucht zu erklären, dass sie das besser nie zu einer Europäerin sagen sollten, aber das fanden sie total seltsam und amüsant. Wieso man das denn nciht sagen könnte; vor allem wenns doch so ist. Eigentlich haben sie ja recht, aber trotzdem wollen wir doch lieber nicht hören, "hey, du siehst heute irgendwie dick aus". Hier ist das total normal.
Ein weiterer Unterschied ist, wenn man einen Führerschein auf den Philippinen machen will, und man hat Geld, dann kauft man sich halt einfach einen. Ich glaub nicht, dass es unbedingt legal ist, aber geht. Na ja und wieso sollte man dann in die Fahrschule gehen? So viel dazu, wieso die Leute hier so fahrn, wie sie fahrn... Hilfe!!
Oder die Essgewohnheiten. Aber denen widme ich bald noch mal einen ganzen Eintrag, der mit Bildern gespickt wird. Hmmm, lecker, gegrillte Hühnerköpfe? Halb ausgebrütetes Ei, oder doch mal Hund? Vielleicht aber auch gekräuselt aufgespießter Hühnerdarm oder einfach mal die Füße!? Ihr seht, das Essen ist allein einen Eintrag Wert, aber nicht mehr heute.

Habt noch eine schönen Nikolaus-Tag!
Bye bye